Wirecard war ein Zahlungsdienstleister aus Aschheim bei München, seit 2018 im DAX und zeitweise an der Börse mehr wert als die Deutsche Bank. Das Unternehmen wickelte Kreditkartenzahlungen für Onlinehändler ab, einen großen Teil des Geschäfts angeblich über Drittpartner in Asien. Im Juni 2020 kollabierte der Konzern: 1,9 Milliarden Euro, die auf Treuhandkonten auf den Philippinen liegen sollten, existierten nicht, Wirecard meldete Insolvenz an. Vorstandschef Markus Braun wurde verhaftet, Vertriebsvorstand Jan Marsalek setzte sich nach Russland ab.
1. Am 22. Juni 2020 räumte Wirecard ein, dass 1,9 Milliarden Euro auf Treuhandkonten mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht bestehen. Suche die Phrase genau so und schließe die Portale Spiegel, Zeit und FAZ aus.
2. Der Bundestag hat zum Fall Wirecard einen Untersuchungsausschuss eingesetzt (3. Untersuchungsausschuss der 19. Wahlperiode). Findet dessen Seiten und Dokumente ausschließlich auf der Bundestags-Domain
- 3. Die BaFin spielte im Fall Wirecard eine umstrittene Rolle: Im Februar 2019 verbot sie Leerverkäufe der Wirecard-Aktie und stellte Strafanzeige, die sich auch gegen berichtende Journalisten richtete. Recherchiert in zwei Schritten:
Einmal nur die Eigendarstellung - Einmal nur die Fremdwahrnehmung
4. Im April 2020 veröffentlichte Wirecard den Bericht der KPMG-Sonderuntersuchung, der die Vorwürfe ausräumen sollte und stattdessen zentrale Fragen offen ließ. Findet den Bericht oder den Abschlussbericht des Untersuchungsausschusses als PDF.
5. Das betrügerische Kerngeschäft lief unter mehreren Bezeichnungen: Drittpartnergeschäft, Third Party Acquiring, TPA. Wer nur einen Begriff sucht, verpasst die Hälfte der Berichterstattung. Baut einen String, der mehrere Begriffe sucht.
6. Lange vor dem Kollaps gab es kritische Analysen, unter anderem den Zatarra-Report von 2016 und die „House of Wirecard“-Serie der Financial Times ab 2015. Findet frühe kritische Auseinandersetzungen mit der Wirecard-Bilanz vor 2019.
7. Auf jede kritische Veröffentlichung reagierte Wirecard mit Zurückweisungen, oft in fast identischen Formulierungen. Unternehmensdementis folgen sprachlichen Mustern, und genau darüber lassen sie sich finden. Baut eine Suche aus typischen Dementi-Phrasen:
8. Jan Marsalek setzte sich im Juni 2020 ab, die Spur führte über Österreich nach Belarus und Russland. Die dichteste Berichterstattung dazu ist nicht deutsch. Geht in drei Schritten vor:
- Übersetzt eure Suchbegriffe mit translate.google.com ins Russische.
- Sucht mit den übersetzten Begriffen und kombiniert mit den gelernten Operatoren, etwa
Марсалек Wirecard OR Вайркард. - Übersetzt die relevanteste Fundstelle zurück und prüft: Findet ihr Detailinformation in den russischsprachigen Quelle, die ihr in deutschen Medien so nicht gefunden habt? Freie Lösung ohne den einen Suchstring! LÖSUNGEN
